FLORAL UND FLUIDE
Malerei und Fotografie von
Uwe Priefert und
Katharina von Koschembahr
Zwei künstlerische Positionen, ein gemeinsames Motiv: das Fließen. Mit der Ausstellung „Floral und Fluide“ präsentieren Uwe Priefert und Katharina von Koschembahr Werke, die sich auf unterschiedliche Weise mit den Themen Bewegung, Veränderung und Wahrnehmung auseinandersetzen.
Beide studierten an der Kunstakademie Düsseldorf – Priefert als Meisterschüler von Gerhard Richter, von Koschembahr als Meisterschülerin von Rissa. Nach ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung im Rahmen des Projekts „Stadt am Fluss / Stadt im Fluss“, das Teil des Programms der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 war, entstand die Idee zu „Floral und Fluide“.
Uwe Priefert geht in seiner Malerei von Fotografien aus, die er in Flusslandschaften, an Teichen und in Parkanlagen macht. Die floralen Motive werden im Malprozess aufgelöst in ein nahezu abstraktes Kontinuum gestischer Pinselspuren, deren dynamische Strukturen fließende Bewegung und stetige Veränderung erfahrbar machen.
In seinen fotografischen Arbeiten findet man ähnliche florale Motive: Ufervegetation wird als Spiegelung in fließendem und windbewegtem Wasser zu abstrakten Formen und Strukturen aufgelöst, und durch die Bearbeitung von Kontrast, Gradation und Farbsättigung erscheint die Bildwelt wie Malerei mit anderen Mitteln. Prieferts Kunstwerke zeigen uns eine Welt, in der „alles fließt“.
In den Arbeiten von Katharina von Koschembahr steht nicht nur das das Wasser im Mittelpunkt, sondern auch die menschliche Figur. Ihre Badenden verlassen entkleidet den geschützten Raum und wagen sich hinaus auf die offene See. Dies bietet die Chance zur Selbstreflektion und Weiterentwicklung, aber es birgt auch Gefahren, die sich in Raubtieren in den Spiegelungen manifestieren. In Spiegelungen, Lichtbrechungen und Wellen zerfließen die Körper, sie sind nur noch Abstraktion, kein lesbares Abbild mehr.
Seit 2021 verwendet die Künstlerin zudem Aluminium als Bildträger. Die matt reflektierende Oberfläche bezieht Lichteinfall, Raum und den Standpunkt des Betrachters in das Werk ein und macht es zu einem sich ständig wandelnden Bild – ähnlich der Oberfläche eines Gewässers.
„Floral und Fluide“ vereint zwei künstlerische Handschriften, die sich auf unterschiedliche Weise mit Bewegung, Spiegelung und Transformation beschäftigen und die Wandelbarkeit unserer Wahrnehmung sichtbar machen.
Ausstellungszeit: 04.09. – 27.09.26
Eröffnung: 04.09.26 – 19 Uhr
Finissage: 27.09.26 – ab 15 Uhr mit Kunstgespräch


